Dr. Heinz Lederleitner
Dr. Heinz Lederleitner

Neues

Interessante Neuigkeiten finden sich immer wieder im Magazin "Brennstoff", das in den Zügen der ÖBB zu finden ist. Der Ausgabe 35 habe ich den folgenden Text entnommen, der auch im Bild von Nelson Mandela abgedruckt ist.

 

Du bist ein Kind Gottes. Dich klein zu halten dient der Welt nicht. Dich klein zu halten, damit die anderen um Dich herum sich nicht unsicher fühlen: Das hat nichts mit Erleuchtung zu tun. Wir sind geboren um die Größe Gottes, der in uns lebt, zu verwirklichen. Und diese Größe ist nicht nur in einigen von uns, sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser Licht leuchten lassen, dann geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir selbst von Angst frei sind, dann sind die anderen durch unser Dasein auch frei. Marianne Williamson

Tag des Judentums 2017.pdf
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Sommerzeit 2016.pdf
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1. Hirtenbrief.pdf
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Karfreitag 2016.pdf
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Friedenswort.pdf
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Dankesworte.pdf
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Herbst 2015.pdf
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Staat und Kirche.pdf
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Monatsbrief Mai-Juni 2015.pdf
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Osterwunsch 2015.pdf
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Monatsbrief März 2015.pdf
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Schriftliches Interview mit den "Freunden der Altkatholiken" am 21.1.2015

 

Herr Dr. Lederleitner, Sie kandidieren bei der Synode im Oktober 2015 für das Bischofsamt. Warum erachten Sie sich dafür als qualifiziert? Die Angaben auf ihrer Webseite sind ja darüber nur sehr allgemein gehalten.

 

Ich konnte in den letzten Jahren in mehreren Kirchengemeinden als Seelsorger wirken und und erleben, was sich tatsächlich abspielt. Der „real existierende Altkatholizismus“. Die Kraft des Faktischen ist ja nicht zu unterschätzen. Und als Vorsitzender der Geistlichenkonferenz und später als gewählter geistlicher Synodalrat habe ich viele Erfahrungen sammeln können, wie schwer oder auch wie leicht sich manches bewegen lässt. Ich fühle mich dabei mittlerweile wohl und vertraut mit den Menschen, die bei Entscheidungsprozessen eine Rolle spielen und auch mit denen, die auf Grund ihres langjährigen Engagements etwas bewirken, auch wenn sie nicht mehr in einer offiziellen Position sind. Da sind oft Erfahrungsschätze, die ich beachten möchte.

 

Wie sehen Sie die Altkatholische Kirche derzeit aufgestellt bzw. wie sehen Sie diese künftig?

 

Ich sehe die Altkatholische Kirche Österreichs auf einem guten Weg. In den letzten Jahren sind die theologischen Einstellungen der Geistlichen weniger unterschiedlich als früher und es gibt ein gutes und streckenweise sogar harmonisches Miteinander. Auch im Synodalrat wurde die Zusammenarbeit im Lauf der Zeit einfacher, die handelnden Personen haben es verstanden, sich aufeinander einzuschwingen. Das heißt aber nicht, dass es zu allen Themen die ganz gleichen Ansichten gibt. Persönlich empfinde ich, dass wir noch mehr Beteiligung und Transparenz brauchen und keine Angst davor haben sollten, wenn sich jemand da und dort kritisch äußert. Es gibt heute nicht mehr die Möglichkeit, irgendeine – vielleicht noch zu wenig differenzierte – Äußerung als dumm zurückzuweisen. Denn dadurch wird potenzielles Engagement zerstört. Und es scheint mir, dass manche noch spüren, dass es da und dort Denkverbote gibt – das muss sich ändern.

 

Wie beurteilen Sie die derzeitige bzw. künftige finanzielle Situation der altkatholischen Kirche?

 

Die finanzielle Situation unserer Kirche war, so wie ich es von älteren Glaubensgeschwistern mitbekomme, immer spannend. Und teilweise noch wesentlich angespannter als heute. Ich denke, dass die finanzielle Situation widerspiegelt, wie viel unsere Kirche unseren Mitgliedern wert ist. Und: Manche Menschen geben durchaus Geld für konkrete Projekte, die Ihnen als sinnvoll vorgestellt wurden und die sie fördern wollen. „Steuern“ sind ja grundsätzlich unbeliebt, wir müssten transparenter machen, wofür die Kirchenbeiträge verwendet werden. Und, dank des Engagements von Frau Buchart, die für den Kirchenbeitrag zuständig ist, konnte in den letzten Jahren das Beitragsvolumen sogar gesteigert werden. Auch einige der Pfarrer haben sich sehr bemüht, in ihren Bereichen motivierend zu wirken, was auch zu konkreten Ergebnissen geführt hat.

 

Wie sehen Sie in diesem finanziellen Zusammenhang die seelsorgerische Versorgung der Altkatholischen Kirchengemeinden?

 

Ich bin ein Freund des Gedankens, dass die Gemeinden sich auch selber sorgen müssen und nicht bloß warten dürfen. Vieles von dem, was Gemeinden erwarten, spielt sich naturgemäß von Freitag Abend bis Sonntag Abend ab. Wir brauchen neben den hauptamtlichen und angestellten Seelsorgern auch ehrenamtlich tätige Menschen, die bereit sind, Wortgottesdienste zu leiten oder als ehrenamtliche Geistliche die Eucharistie feiern. Wir brauchen noch mehr Lektorinnen und Lektoren für den Friedhofsdienst, Diakoninnen und Diakone, die den Pfarrern zur Seite stehen und möglicherweise da und dort jemand, der pastorale Dienste wahrnimmt, die von einem Pfarrer nicht geleistet werden können. Wir müssen Abschied nehmen von einem Priesterbild, wo einer angefangen von Kindern bis hin zu Senioren alle gleich gut betreuen kann. Die angestellten Pfarrerinnen und Pfarrer sehe ich über das Geistliche hinaus in der Rolle der geistigen Beobachter des Weltgeschehens, die sich auch im Dialog mit Intellektuellen und Interessierten bewähren können. Und als Initiatoren und Förderer von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Da und dort gibt es und wird es ehrenamtliche Pfarrer geben, die sich nur auf das eine oder andere beschränken können. Aber vielleicht wächst gerade dort etwas, wo man nicht alles auf einen oder eine Person abschieben kann – Kreativität ist da gefragt und auch Ungewöhnliches eher toleriert!

 

Die Altkatholische Kirche wird in der Öffentlichkeit nur wenig wahrgenommen. Sollten Sie als Bischof gewählt werden, wie werden Sie die Öffentlichkeitsarbeit diesbezüglich gestalten?

 

Ich bin versucht, hier Illusionen zu zerstören und keine großen Hoffnungen zu wecken. Gute Nachrichten sind nichts für die Presse und schlechte Nachrichten sind nicht gut für uns. Da und dort kann es mit einigem Einsatz gelingen, einen Artikel zu positionieren oder einen kurzen Beitrag über uns. Kirche ist für die meisten Menschen nur ein Thema, wenn es um konkrete Dienstleistungen geht, die man sich von ihr erwartet. Taufe, Hochzeit, und natürlich Begräbnis, da sind wir „Weltmeister der individuellen Betreuung“. Dass wir modern sind, ist für manche Menschen interessant, da stiehlt uns aber der jetzige Papst die Show, er kann leicht modern wirken, weil ja rundherum alles so altmodisch ausschaut. Wachstum in den Gemeinden gibt es dort, wo Menschen spüren, dass sie sich einbringen können oder etwas bekommen, was ihnen andere Kirchen verwehren. Am einfachsten, denke ich, wäre eine verstärkte Präsenz in sozialen Medien, im Internet, mit dem konkreten Ziel, Menschen zu erreichen, die zugleich aufgeklärt- modern als auch religiös sind. Menschen, die uns beitreten, weil sie den Mut haben, zu einer kleinen Gemeinschaft zu gehören.

 

Bischof Mag. Dr. John Okoro war in seiner Amtszeit spirituell sehr fruchtbringend. Wie würden Sie im Falle ihrer Wahl hier weiter wirken?

 

Spiritualität ist heute „in“, vieles will spirituell sein, manchmal wird der Begriff auch verwendet, um zu signalisieren, dass man nicht einer dieser verbohrten traditionellen Religionsgemeinschaften angehört. Bischof John hat es verstanden, die spirituelle Seite von der seelischen Gesundheit her und im Sinne der Lebensklugheit und Weisheit zu deuten – da ist er sicher auch als Psychotherapeut sehr kompetent. Für mich sind Bodenständigkeit und die Begegnung auf Augenhöhe wichtig, ein „Guru“ bin sich sicher nicht. Gottesdienste sind für mich der Ort, an dem das spürbar wird, da geht es mir sowohl um das Einhalten einer bestimmten Form als auch um das „Berühren“ – dass Menschen sich verstanden wissen und von biblischen Inhalten berührt werden. Nur nicht abheben – am Boden bleiben, und dass da und dort uns die Augen und das Herz aufgehen für die Wirklichkeit Gottes.

 

Bei all den jetzt angesprochenen Themen und Problemen. Trauen Sie sich eine derartige Schaffenskraft, natürlich im Zusammenwirken und in Zusammenarbeit mit dem ebenfalls neu gewählten Synodalrat zu?

 

Ja – sonst hätte ich mich ja nicht beworben. In den letzten Jahren konnte ich die Lebenswirklichkeit von verschiedenen Gemeinden und auch des Synodalrates hautnah erfahren. Und durch verschiedene Ausbildungen im Bereich Management und Führung und die Erfahrungen, die ich im wirtschaftlichen Bereich gewonnen habe – ein Grundverständnis für Buchhaltung und Bilanz – denke ich, da passt auch diese Seite. Und dazu kommt meine grundsätzlich optimistische Sichtweise: Menschen haben einen natürlichen Drang zur Kooperation und zur Gemeinschaft! Selber bemühe ich mich, so gut es geht, engagiert und vernetzt zu sein. Ein Bischof muss über das Geistliche hinaus Engagement ermöglichen und es anderen ermöglichen, sich zu vernetzen – auch wenn dann manchmal was rauskommt, was ihm vielleicht nicht gleich passt. Da werde ich sicher meine Meinung sagen und kann auch damit leben, wenn ich mich nicht durchsetze. Grundsätzlich möchte ich alle, die mittun, unterstützen und natürlich braucht auch ein Bischof Unterstützung.

 

Monatsbrief Jänner 2015.pdf
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Weihnachten 2014.pdf
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Advent 2014.pdf
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Eine unmögliche Geschichte.pdf
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November 2014.pdf
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Okober 2014.pdf
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Monatsbrief September 2014.pdf
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Juli - August 2014.pdf
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Mai Juni 2014.pdf
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April 2014.docx
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März 2014.docx
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